Sieben Tage – Drei Stockwerke

26. Februar 2019

 

In der Linzer Kaiserstraße steht ein Mehrparteienhaus, dessen Wohnfläche sich im vergangen Oktober in nur einer Woche verdoppelt hat. Aus ursprünglich drei Geschossen wurden quasi über Nacht sechs. Möglich war dies nur durch die herausragende Zusammenarbeit von PM Holzdesign, der Tischlerei Hartl aus Unterweitersdorf (OÖ), dem mobilen Kran der Firma Felbermayr und dem Brettsperrholz (BSP) sowie beratender Unterstützung von JAF.

 

Eine statt zwölf Wochen Bauzeit

Dass die Aufstockung des Mehrparteienhauses nur sieben Tage in Anspruch nahm, ist dem Einsatz der Projektverantwortlichen zu verdanken. Von der Vorbemessung bis zur Elementierung und Optimierung des Objektes stand JAF sowohl der Tischlerei Hartl, als auch PM Holzdesign beratend zur Seite. Denn anfangs war eine herkömmliche Aufstockung in Massivbauweise geplant. Dieser Plan wurde verworfen und man entschied sich für eine zeitsparende Holzmassivbauweise. Diese punktet gleichzeitig mit den Vorzügen der Massiv- sowie der Holzbauweise. Durch den Wegfall der Trocknungszeiten und dem geringen Gewicht des Baumaterials, ergibt sich hier eine wesentlich kürzere Bauzeit. „Ursprünglich waren für dieses Projekt zwölf Wochen veranschlagt, dank BSP-Holz haben wir es in sieben Tage geschafft“, zeigt sich Thomas Mair von PM Holzdesign begeistert.

 

Holzbau – ökologisch, nachhaltig, klimaaktiv

Neben dem Zeitfaktor beschreibt Thomas Mair aber vor allem die ökologischen Vorteile des Brettsperrholzes als ausschlaggebendes Kriterium für die Entscheidung: „Holz hat selbstverständlich eine wesentlich bessere Ökobilanz als fossile Baustoffe. Zudem sind die Dämmwerte von BSP hervorragend." Für die Fassade des Mehrparteienhauses wurden Holzweichfaserplatten verwendet. Diese haben entscheidende Vorteile gegenüber anderen Dämmstoffen wie EPS, Mineral- od. Steinwolle. Die Platten überzeugen beim Schall- sowie beim  sommerlichen Hitzeschutz und sind auch ökologisch mustergültig. Denn Holzfaserdämmplatten sind umweltverträglich und halten Hitze wesentlich besser stand als beispielsweise Perlite-Platten.

 

Die Zukunft gehört BSP

Das sich Brettsperrholz immer größerer Beliebtheit erfreut ist kein Zufall: Neben den ökologischen Vorteilen und der großen Zeitersparnis, ist das geringe Gewicht vom Holzbau – im Vergleich zur Ziegelmassiv- oder Massivbauweise – der Schlüssel für die Umsetzung von Sanierungs- und Ausbauprojekten im Altbestand. „Statisch ist das geringe Gewicht von BSP für den Ausbau von alten Häusern ein wahrer Glücksfall. Die alten Fundamente tragen nicht ohne weiteres große neue Lasten. Durch BSP können Zu- und Umbauten trotz alter Grundsubstanz dennoch verwirklicht werden“, beschreibt Mair.

PM Holzdesign hat in einem spannenden Video den rasanten Baufortschritt des Projektes im Zeitraffer festgehalten.

 

Zahlen und Fakten zum Projekt

 

  • BSP Fläche: 1376 m²
  • BSP Volumen: 242 m³
  • Wandstärken: 160mm,120mm, 100mm
  • Deckenstärke: 220mm, 150mm
  • Ausführungszeitraum: Ende Oktober 2018