Holz aus der Region

14. September 2017

Wer hochwertiges Schnittholz anbieten will, muss dort vertreten sein, wo die Ressourcen wachsen: J. u. A. Frischeis begleitet im eigenen Sägewerk in Laa an der Thaya das Holz direkt vom umliegenden Wald bis zum Verkauf.

Produktmanager Christian Schrimpl ist zugleich Leiter des JAF-Sägewerks in Laa/Thaya
Produktmanager Christian Schrimpl ist zugleich Leiter des JAF-Sägewerks in Laa/Thaya

Umringt von der Hügellandschaft des Weinviertels, nur einen Steinwurf von den Leiser Bergen und dem Ernstbrunner Wald entfernt – hier befindet sich das Sägewerk von Holzgroßhändler J. u. A. Frischeis. Seit 2015 wird in Laa an der Thaya Schnittholz produziert – und das mittlerweile bei voller Kapazität. Verwendet wird dabei fast ausschließlich Holz aus der umliegenden Region und diese ist wie dafür geschaffen:

„Wir befinden uns in Laa direkt beim größten geschlossenen Eichen-Mischwaldgebiet Mitteleuropas: dem Ernstbrunner Wald und den Leiser Bergen“, erzählt der Leiter des Sägewerks und Frischeis-Produktmanager für Wertholz Christian Schrimpl. Die günstige Lage hat mehrere Vorteile: Zum einen steht ausreichend Eichenrundholz in allen Qualitäten zur Verfügung, zum anderen sind die Transportwege sehr kurz. „Wir beziehen unser Holz aus einem Umkreis von zirka 50 Kilometer – also nachweislich aus heimischer, nachhaltiger Forstwirtschaft“, erklärt der Schnittholz-Experte und ergänzt: „Dank dieser Regionalität und den kurzen Wegen ist der CO2-Ausstoß beim Abtransport gering.“

Aus regionalen Hölzern wie Eiche, Esche oder Buche werden im Sägewerk Schnittholz und Zuschnitte für verschiedenste Anwendungsgebiete produziert.
Aus regionalen Hölzern wie Eiche, Esche oder Buche werden im Sägewerk Schnittholz und Zuschnitte für verschiedenste Anwendungsgebiete produziert.

90 Prozent Holz stammen aus umliegendem Wald

Die umliegende Region bestimmt das Angebot des Sägewerks Laa und das bedeutet, dass es vor allem durch eine Holzart geprägt wird: die Weinviertler Eiche. Zusätzlich zu diesem „Trend-Holz“ mit seinem langsamen Wuchs und der gleichmäßigen Struktur, produziert man aber auch Esche, Kirsche, Robinie, Schwarznuss sowie Buche. Und auch mondgeschlägertes Fichten- und Tannenholz wurde bereits bearbeitet – eben alles, was regional vertreten ist. Dazu Schrimpl: „Wir decken rund 90 Prozent unseres Bedarfs im umliegenden Wald. Dort übernehmen wir die Stämme Stück für Stück in Naturlängen.“ Danach werden die Rundhölzer vorsortiert und je nach späterem Einsatzgebiet eingeteilt, welches im Sägewerk Laa vielfältig ist: Schnittholz, Blockware in den Standardstärken und verschiedensten Sortierungen, Landhausdielen und Friesen für die Fußbodenindustrie, Möbelzuschnitte für Kleinserien, Eisenbahnschwellen oder auch Kanthölzer werden auf spezielle Anfrage in allen Qualitäten produziert. Der anfallende Rest wird ebenfalls weiterverarbeitet und gelangt als Spreißel oder Hackgut in die umliegenden Werke. „Alles bleibt in der Region und wird verwertet“, bestätigt der Leiter des Sägewerks.

Die Leiser Berge: Mit ihren Mischwäldern sind sie ein idealer Lieferant von Eichen-Holz für das JAF-Sägewerk in Laa/Thaya.
Die Leiser Berge: Mit ihren Mischwäldern sind sie ein idealer Lieferant von Eichen-Holz für das JAF-Sägewerk in Laa/Thaya.

Vom heimischen Wald in die Trockenkammer

Die Stämme werden im Werk fachmännisch aufgesägt und in die benötigten Qualitäten sortiert. Danach darf das Holz erst einmal am Lagerplatz „entspannen“: Hier erhält es genug Zeit, um sich auf die technische Trockenkammer vorzubereiten, wo es seine ideale Feuchtigkeit erreicht. Nach einer neuerlichen Qualitätskontrolle tritt das Schnittholz die Reise zu den JAF-Filialen an. Dort kann es dann ladungs-, paket- oder stückweise gekauft werden. Ob Asteiche oder schlichtere Sortierung, ob weiße Esche oder Kernware – in den Niederlassungen von J. u. A. Frischeis ist für jeden Stil und jedes Anwendungsgebiet das richtige Schnittholz aus heimischen Wäldern dabei.