Großes Bodensortiment rasch verfügbar

15. Jänner 2018

Das Kundeninterview hat Martina Nöstler vom Agrarverlag geführt. Der Artikel ist im vergangenen „Bodenspecial“ erschienen, welches Holzkurier, HolzDesign und Holzbau Austria beigelegt wurde.

In den vergangenen zweieinhalb Jahren hat J. u. A. Frischeis massiv in den Ausbau des Hauptsitzes in Stockerau investiert. Im 1. Quartal 2018 soll das neue Zentrallager in Betrieb gehen. Damit will man seine Position als einer der führenden Holzgroßhändler Mitteleuropas weiter ausbauen.


Eine enorme Geschäftsentwicklung hat Holzgroßhändler J. u. A. Frischeis, Stockerau, in den vergangenen Jahren hingelegt. Mittlerweile gibt es 58 Niederlassungen in 19 Ländern, von denen aus man die Verarbeiter beliefert. Um speziell die Gewerbekunden in Österreich und den umliegenden osteuropäischen Ländern noch schneller bedienen zu können, baute Frischeis den Hauptsitz in Stockerau um. Als vorerst letzte Maßnahme geht das neue Zentrallager für Innenausbau im 1. Quartal 2018 in Betrieb.

Mit dem neuen Zentrallager wollen wir unsere Kompetenz als Holzgroßhändler unter Beweis stellen.

Markus Forstner, Produktmanager Innenausbau Frischeis

Frischeis baute das Zentrallager in Stockerau umfassend aus
Frischeis baute das Zentrallager in Stockerau umfassend aus
Die Eigenmarke Eurowood bietet ein umfangreiches Bodensortiment samt Zubehör, Türen und Platten.
Die Eigenmarke Eurowood bietet ein umfangreiches Bodensortiment samt Zubehör, Türen und Platten.

Rasch lieferfähig

„Wir wollen unseren Kunden ein starker Handelspartner sein und ihnen ein noch breiteres Bodensortiment gewohnt rasch liefern“, erklärt Markus Forstner, Produktmanager Innenausbau bei Frischeis. Damit stellt man seine Kompetenz als Händler unter Beweis. Ein großer Teil des vergrößerten Lagers betrifft die Bodenprodukte. Aufgrund der Großmengen, die Frischeis einkaufen kann, erzielt man Preisvorteile, „von denen natürlich unsere Kunden profitieren“, unterstreicht Forstner. Der Innenausbau macht etwa 10 % des Gesamtumsatzes bei Frischeis aus – Tendenz steigend. Mit jährlich rund 2 Mio. m² verkauften Bodenbelägen in der Gruppe betrifft ein wesentlicher Teil dieses Umsatzes Parkett, Laminat & Co. „Trotz eines gesättigten Marktes geht die Entwicklung bei den Bodenbelägen bei uns weiter nach oben“, sagt Forstner. Österreich sei ein besonders starkes „Parkettland“, während Osteuropa tendenziell eher Laminat kaufe.

Aufgrund des positiven Verlaufes will Frischeis seine Stellung am Markt weiter ausbauen und den Gewerbekunden die passenden Produkte anbieten. Frischeis arbeitet mit renommierten Herstellern, wie Admonter, Kährs, Tilo oder Unilin. „Wir haben eine Handvoll ausgewählter Lieferanten, mit denen wir eine Strategie festgelegt haben“, formuliert es Forstner. Dazu gehört auch die Frischeis-Eigenmarke Eurowood. Die Herstellung dieser Produkte findet zu 100 % in Europa statt. Insgesamt bietet der Händler bei den Bodenbelägen über 100 verschiedene Artikel in Stockerau als Lagerware, mehr als 250 sind es österreichweit. Hinzu kommen Zubehörprodukte, wie Sockelleisten, Unterlagsmatten oder Pflegemittel. Die Kunden können also aus einem großen „Fundus“ wählen.

Aus einem Guss von Eurowood: Landhausdiele „Eiche Mocca“ und Furniertüre „Eiche astig“.
Aus einem Guss von Eurowood: Landhausdiele „Eiche Mocca“ und Furniertüre „Eiche astig“.

Visualisierung am Bildschirm

Um diese enorme Vielfalt dem Endverbraucher besser näherbringen zu können, bietet Frischeis das sogenannte Raumstudio als Onlineplanungshilfe. Die Bedienung ist denkbar einfach: Raum auswählen, einen Boden und – wenn gewünscht – die passenden Türen und Möbeldekore dazu aussuchen. Dann muss man die Auswahl nur mehr dem Tischler weitergeben. Dieser kann dann im Frischeis-Onlineshop die entsprechenden Mengen bestellen. „Mithilfe unseres Raumstudios können wir unseren Kunden ein Mittel an die Hand geben, das ihn bei der Visualisierung beziehungsweise beim Verkaufen unterstützt“, weiß Forstner. Das Raumstudio ist für jeden frei zugänglich, der sich über die Bodenbeläge bei Frischeis informieren will. Dieses Tool will der Holzhändler noch weiterentwickeln. Den Frischeis-Webshop nehmen die Gewerbekunden mittlerweile sehr gut an. Obwohl viele noch immer zum Telefonhörer greifen und das Expertenwissen der Mitarbeiter nutzen, werden die Onlinebestellungen immer mehr. Jeder Kunde hat sein eigenes JAF-Konto, auf dem er auch in Aktionsprodukte einsehen kann. Zusätzlich gibt es einen Downloadbereich für umfangreiche Produktinformationen und Verkaufsunterlagen.

Absolut fußwarm: Holz am Boden erzeugt Wohlfühlambiente für Jung und Alt.
Absolut fußwarm: Holz am Boden erzeugt Wohlfühlambiente für Jung und Alt.

Wie fühlt sich der Boden an?

Ein wichtiger Punkt ist für Forstner in diesem Zusammenhang die Bemusterung: Der Tischler kann im Webshop Bodenmuster bestellen. Diese schneidet Frischeis selbst zu und verschickt sie. „Dieses Service ist kostenlos. Wir können die Bodenmuster für alle lagernden Böden anbieten. Zum Muster legen wir noch ein Raumbild und ein Datenblatt in die hochwertige Verpackung dazu. Innerhalb von 24 Stunden sind diese versandbereit“, erläutert Forstner. Die schnelle Bemusterung sei wichtig und werde gerne genutzt. Aus der Sicht des Produktmanagers zählt die Musterbestellung zu den Serviceleistungen für Industrie und Gewerbe, denen Frischeis gerne nachkommt. An Endverbraucher verschickt Frischeis keine Ansichtsexemplare. Diese sind aber im Schauraum jederzeit herzlich willkommen.

Parkett ist der größte Bereich bei den JAF-Bodenbelägen und soll noch weiter ausgebaut werden. (©Unilin)
Parkett ist der größte Bereich bei den JAF-Bodenbelägen und soll noch weiter ausgebaut werden. (©Unilin)

Holz ist Holz

Parkett hat an der Gesamtmenge den größten Anteil. Hier will Frischeis auch weiter wachsen. Darum hat man 2017 die Eurowood-Kollektion um Nadelhölzer erweitert. Dennoch führt für Forstner die Benennung neuer Produkte auf dem Markt häufig zu Missverständnissen. Nachbildungen suggerieren durch ihre Namen oftmals, dass es sich um einen Holzboden – also zu 100 % um einen Boden aus dem natürlichen Rohstoff – handelt, was zum Beispiel bei Vinylböden nicht zutrifft. Hier setzt Frischeis auf eine klare Linie und ehrliche Beratung. „Aber jeder Bodenbelag hat seine Berechtigung. Holz spielt seine Vorteile mehr im Wohnzimmer aus, wohingegen Vinyl vielleicht eher in Nass- oder Hobbyräumen zum Einsatz kommt“, merkt Forstner an. Die Marke Eurowood will Frischeis in den nächsten Jahren noch weiter ausbauen und um Produkte erweitern. Beispielhaft nennt Forstner als Schwerpunkt für 2018 die Wandverkleidungen. Mit diesen lassen sich in Räumen tolle Akzente setzen. Dazu gibt es natürlich die passende Unterkonstruktion. Mit Elementen von ausgewählten Partnern soll jeder Kunde in den drei Preisklassen Einstieg, Mittelklasse und hochpreisig das Richtige finden.

 

Zukunftspläne

„Unser Ziel ist es, der kompetenteste Holzgroßhändler beim Innenausbau zu werden. Neben hochwertigen Produkten und einem breiten Angebot müssen unsere Mitarbeiter fachlich top sein“, sagt Forstner. Zudem setzt Frischeis künftig gemeinsam mit den Lieferanten auf ein für die jeweilige Zielgruppe abgestimmtes Sortiment in Bezug auf Wohnen mit Holz. Auch den Architekten soll der gleiche Servicelevel zugutekommen wie den Tischlern, denn: „Bei uns bekommen sie ein gesamtes, abgestimmte Produktportfolio.“

Über J. u. A. Frischeis


Gegründet: 1948

Standort: Stockerau (Zentrale); 58 Niederlassungen in 19 Ländern

Geschäftsführer: Werner Stix, Markus Sax, Miroslav Malzenicky

Umsatz 2016: 692 Mio. €

Mitarbeiter: international rund 2800, davon 800 in Österreich

Produkte: Platte dekorativ & konstruktiv, Boden, Terrasse, Holzbau, Furnier & Schnittholz, Sperrholz,

Türen, Bearbeitungsservice, Zubehör

Sortiment: 83 000 Artikel, davon 20 000 dauerhaft lagernd

Logistik: 89 eigene Lkw

 

Downloads

  • kw03_bodenspecial_agrarverlag_2018.pdf