FAQs zum Thema Terrasse

Welches Holz soll ich für meine Holzterrasse verwenden?

Grundsätzlich können Sie eine Vielzahl an Holzarten verwenden, die sich sowohl in ihrer natürlichen Farbe und im Holzbild als auch in ihren physikalischen Eigenschaften unterscheiden. Wir empfehlen: Machen Sie sich doch in einer unserer Terrassenholz-Schauflächen ein Bild von diesem wunderbaren Naturmaterial.

Wie lange hält eine Holzterrasse?

Holz ist ein Material, dessen Abbau und Zerstörung nicht allein auf holzeigene Faktoren, sondern sogar maßgeblich auf Umgebungsfaktoren zurückzuführen ist. Die Gebrauchs- bzw. Nutzungsdauer, also der Zeitraum, innerhalb dessen eine Holzterrasse ohne Verlust seiner Gebrauchseigenschaften genutzt werden kann, hängt von der Unterkonstruktion (fachgerechte Verlegung mit hochwertigen Materialien), den vorherrschenden Umgebungsbedingungen und von der natürlichen Dauerhaftigkeit der eingesetzten Holzart ab.

Bei der Materialauswahl sollte großer Wert auf die Holzqualität gelegt werden. Verschiedene Holzarten unterscheiden sich in technischen Eigenschaften, Erscheinungsbild und Dauerhaftigkeit. Die natürliche Dauerhaftigkeit ist die eigene Widerstandsfähigkeit des Holzes gegen einen Angriff durch holzzerstörende Organismen. Die Einteilung in die 5 Dauerhaftigkeitsklassen erfolgt nach ÖNORM EN 350‑2. Die in der Norm angegebene Dauerhaftigkeit bezieht sich auf Holz in dauerndem Erd- und/oder Wasserkontakt.

Dauerhaftigkeitsklassen
Klasse Bezeichnung Holzarten
I sehr dauerhaft Teak, Massaranduba, Ipé, Thermo-Esche, Cumaru, ...
II dauerhaft Thermo-Kiefer, Sapelli, Bangkirai, ...
III mäßig dauerhaft Heimische Lärche, Sibirische Lärche, Douglasie
IV wenig dauerhaft Fichte, Tanne
V nicht dauerhaft Ahorn, Buche

 

Welches Oberflächen-Profil ist zu empfehlen?

Von glatt über geriffelt bis genutet: Wie die Oberfläche Ihrer Terrassendielen profiliert sein soll, ist großteils Geschmackssache. Bei glatten Oberflächen ist das Holzbild besser sichtbar. Glatte Terrassendielen können bei oberflächlichen Schäden leichter renoviert werden. Geriffelte oder genutete Oberflächen sind etwas rutschfester, vor allem quer zur Verlegerichtung, aber auch pflegeintensiver in der Reinigung.

Glatte, geriffelte und genutete Profile sehen nicht nur unterschiedlich aus, sie fühlen sich auch unterschiedlich an. Die Wahl des Oberflächen-Profils beeinflusst den Charakter Ihrer Terrasse wesentlich. Welches Oberflächen-Profil für Sie in Frage kommt, sollten Sie am besten selbst vor Ort testen. Um den Charakter der Terrassendielen mit allen Sinnen zu erfahren, empfehlen wir den Besuch einer unserer Schauflächen.

Welche physikalischen Eigenschaften gibt es zu beachten?

Holz ist ein natürliches Material, das sich je nach Einsatzort und Bedingungen der umgebenden Umwelt im Lauf der Zeit verändert. Dies gilt natürlich auch für Terrassenholz. Unsere Massivhölzer weisen unterschiedliche physikalische Eigenschaften auf, die Sie bei Ihrer Entscheidung beachten sollten:

Formänderungen: Quellen, Schwinden, Schüsseln, Verdrehen
Holz verhält sich hygroskopisch, d. h. es hat die Eigenschaft, seinen Wassergehalt jenem der umgebenden Luft anzupassen. Durch die Feuchtigkeitsaufnahme bzw. -abgabe kann Holz wahrnehmbare Formänderungen (Schwinden, Quellen, Schüsseln, Verdrehen) aufweisen. Die natürliche Eigenschaft des Holzes, sich der Umgebungs-Luftfeuchte anzupassen, ist bei Terrassenhölzern zwar meist geringer ausgeprägt, dennoch kann diese Eigenschaft des Holzes unabhängig von der Bauweise des Terrassenbelags Veränderungen des ursprünglichen Fugenbildes zur Folge haben. Das hygroskopische Verhalten einer Holzart sollte daher beim Bau der Holzterrasse unbedingt berücksichtigt werden.

Dauerhaftigkeit
Ausschlaggebend für die Performance eines Massivholzes im Freien ist der Indikator Dauerhaftigkeit. Für den bewitterten Außenbereich geeignete Terrassenhölzer zeichnen sich besonders durch ihre Widerstandsfähigkeit gegen Holz zerstörende Organismen aus und zeigen dadurch langfristig gutes Aussehen und Stabilität. Die Dauerhaftigkeit für Holz und Holzwerkstoffe wird nach DIN EN 350‑2 geregelt. Diese gibt einen Hinweis auf die Haltbarkeit dauerndem Erd- und/oder Wasserkontakt.

Vergrauung
Bitte beachten Sie: Jedes Holz, das ohne Oberflächenbehandlung im bewitterten Außenbereich zum Einsatz kommt, vergraut mit der Zeit. Es empfiehlt sich, die Terrasse mit Pflegeölen zu behandeln, um sie zu schützen bzw. ein Vergrauen zu verhindern. Regelmäßige Pflege ist unbedingt notwendig, da Pflegeöle durch Regen ausgewaschen werden. Unsere Experten beraten Sie gerne bei der Auswahl der richtigen Oberflächenbehandlung.

Schieferbildung
Wer gern barfuß geht, sollte auch das Schieferverhalten der jeweiligen Holzart beachten und je Holzart herausfinden, wie wahrscheinlich es zum Splittern und Reißen kommt.

Hinweis:
Holz ist ein Naturprodukt. Daher sind jene Eigenschaften, die diesem naturgewachsenen Rohstoff entsprechen oder typische Merkmale einer Holzart sind, keine Fehler. Zum Beispiel:
  • Vergrauung der Oberfläche ohne Oberflächenbehandlung.
  • Farbunterschiede.
  • Riss- und Schieferbildung an der Oberfläche durch das Arbeiten des Holzes.
  • Verziehen oder Verwerfen durch Drehwuchs.
  • Harzgallen oder Harzaustritte bei einigen Nadelhölzern wie z. B. Kiefer und Lärche.
  • Raue Stellen, hervorgerufen durch Wachstumsanomalien.
  • Reine Bohrlöcher bei Harthölzern wie z. B. Bangkirai und Massaranduba, hervorgerufen durch Frischholzinsekten.
  • Je nach Inhaltstoffen – wie z. B. Gerbsäure – kann es bei einzelnen Holzarten (Bangkirai, Lärche, Eiche, Robinie) durch Verunreinigungen mit eisenhaltigen Stoffen (Zementstaub, Dünger, Späne von Metallarbeiten) zu einer Reaktionsverfärbung auf der Oberfläche kommen.

Brauche ich eine Unterkonstruktion für Terrassendielen?

Eine Unterkonstruktion ist beim Bau einer Holzterrasse unbedingt zu empfehlen, da das Holz keinen direkten Kontakt zu feuchtem Erduntergrund haben soll. Durch den Abstand zum Grund wird die Terrasse besser belüftet. Um Staunässe zwischen Unterkonstruktion und Terrassendielen zu vermeiden, ist unbedingt auf ein geringes Maß der direkten Auflageflächen zu achten (bis max. 50 mm). Durch die Verwendung von Abstandhaltern lässt sich die direkte Auflage ganz vermeiden. Falls keine Drainage vorhanden ist, sollte der Untergrund ein 2 bis 5-prozentiges Gefälle aufweisen, damit die Feuchte unter der Terrasse rasch abgeleitet werden kann. Die Dielen selbst müssen bei ordnungsgemäßer Konstruktion kein Gefälle aufweisen.

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Wie kann ich das Holz schützen?

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen konstruktivem, chemischem und technischem Holzschutz. Eine gut durchlüftete Konstruktion, so gering wie mögliche Kontaktflächen zwischen den Hölzern bzw. kein oder nur wenig Bodenkontakt der Unterkonstruktionshölzer sind konstruktive Holzschutz-Maßnahmen. Unter chemischen Holzschutz versteht man z.B. die Kesseldruckimprägnierung oder die Verwendung eines Holzschutzmittels. Die thermische Modifikation von Hölzern ist dem technischen Holzschutz zuzuordnen.

Wie reinige ich meine Holzterrasse?

Die Terrasse sollte einmal im Jahr gereinigt werden. Bei leichten Verschmutzungen sind in der Regel keine besonderen Mittel oder Materialien notwendig. Es empfiehlt sich ein Hochdruckreiniger mit speziellem Aufsatz, um Ihre Terrasse zu reinigen. In den meisten Fällen sind Wasserschlauch und Besen ausreichend. Achtung: Eine Reinigung mit Hochdruckstrahl ist abzuraten, da durch den Wasserstrahl die Holzoberfläche beschädigt wird!

Zur Reinigung von stark verschmutzten Terrassen empfiehlt es sich, spezielle Mittel einzusetzen, mit deren Hilfe eine Tiefenreinigung möglich ist. Unsere Experten beraten Sie gerne bei der Auswahl des geeigneten Präparats.

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