Terrassenholz FAQ

Welches Holz soll ich für meine Holzterrasse verwenden?

Grundsätzlich können Sie eine Vielzahl an Holzarten verwenden, die sich sowohl in ihrer natürlichen Farbe (siehe Terrassendielen aus Massivholz) als auch in ihren physikalischen Eigenschaften unterscheiden.

 

Das optische Erscheinungsbild (Holzbild, Farbe und Profil) ist selbstverständlich Geschmackssache. Hier empfehlen wir, sich selbst ein Bild von diesem wunderbaren Werkstoff zu machen und eine unserer Ausstellungsflächen zu besuchen.

 

Wenn es um die physikalischen Eigenschaften geht, sollten Sie bei Ihrer Auswahl folgende Punkte beachten, da diese von Art zu Art unterschiedlich sind:

   

Quellen und Schwinden

  • Wie reagiert die Holzart auf Feuchtigkeit?

 

Dauerhaftigkeitsklasse

  • Wie resistent ist die Holzart gegenüber natürlich Einflüssen

 

Schieferbildung

  • Welches Schieferverhalten hat die Holzart, um unbeschwertes Gehen auf Ihrer Holzterrasse zu ermöglichen?

 

Wenn Sie diese Punkte beachten, finden Sie die Terrassendiele, die am besten zu Ihnen passt. Lassen Sie sich von unseren Experten beraten und machen Sie sich ganz unverbindlich einen Termin in einer Frischeis-Filiale in Ihrer Nähe aus.

 

 

Was bedeutet Dauerhaftigkeitsklasse?

Die Lebensdauer oder Dauerhaftigkeit wird für Holz und Holzwerkstoffe nach DIN EN 350-2 geregelt. Sie besagt, welche natürlichen Resistenzeigenschaften die unterschiedlichen Holzarten gegen Pilze, Tiere und Fäulnis aufweisen. Die unten stehende Tabelle gibt Ihnen einen kleinen Überblick darüber.

 

Klasse Bezeichnung Lebensdauer Holzarten
I sehr dauerhaft mehr als 25 Jahre Teak, Massaranduba
II dauerhaft 15-25 Jahre Bangkirai, Sapelli, Kiefer Thermo, WPC
III mäßig dauerhaft 10-15 Jahre heimische Lärche
IV wenig dauerhaft 5-10 Jahre Douglasie, Tanne
V nicht dauerhaft 0-5 Jahre zB Buche

 

 

Was versteht man unter Quellen und Schwinden?

Da Holz Feuchtigkeit aufnimmt, aber auch wieder abgibt und trocknet, können sich die Terrassendielen während des Jahres ausdehnen oder zusammenziehen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Quellen und Schwinden. Dies ist von Holzart zu Holzart verschieden, da sie sich bei Feuchtigkeitsaufnahme unterschiedlich verhalten. Wichtig ist, dass dieses Verhalten beim Bau der Holzterrasse berücksichtigt wird.

 

 

Welches Profil soll ich verwenden?

Der  Auswahl an unterschiedlichen Profilen sind kaum Grenzen gesetzt. Von glatt über gerillt und genutet ist alles möglich und die Auswahl des Profils wird schlussendlich zur Geschmackssache.

 

Der Vorteil von glatten Oberflächen ist, dass das Holzbild besser sichtbar ist sie leichter und renoviert werden können, falls es oberflächlich zu Schäden kommt. Gerillte oder genutete Oberflächen sind auf Grund ihres Profils etwas rutschfester, vor allem quer zur Verlegerichtung. Allerdings sollten die Rillen regelmäßig gereinigt werden, da sich darin oft Schmutz sammelt.

 

Schlußendlich sollte man sich aber vom Profil selbst überzeugen und die Terrasse selbst spüren, denn glatte, gerillte und genutete Profile fühlen sich unterschiedlich an und beeinflussen wesentlich den Charakter Ihrer Terrasse. Dafür empfehlen wir den Besuch einer unserer Schauflächen, um die Diele selbst zu erleben.  

 

 

Brauche ich bei meiner Terrasse eine Unterkonstruktion?

Eine Unterkonstruktion ist beim Bau einer Holzterrasse unbedingt zu empfehlen, da das Holz nicht direkt auf dem Untergrund aufliegen soll, damit es keinen direkten Kontakt zur Feuchtigkeit hat. Dieser geringe Abstand hat zur Folge, dass die Terrasse besser belüftet wird. Dabei ist zu beachten, dass die Terrassendiele nicht direkt auf der Unterkonstruktion aufliegt (niemals Holz auf Holz). Verwenden Sie daher Abstandhalter zwischen den Terrassendielen und der Unterkonstruktion. Weiters empfiehlt es sich, die Terrasse mit etwas Gefälle zu verlegen um Staunässe an der Oberfläche zu vermeiden.

 

Bei diesen Maßnahmen spricht man von konstruktivem Holzschutz. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen konstruktivem, chemischem und technischem Holzschutz. Unter chemischem Holzschutz versteht man z.B.: Kesseldruckimprägnierung und die thermische Modifikation von Hölzern  wäre dem technischen Holzschutz zuzuordnen.

 

Weitere Information zum Bau Ihrer Holzterrasse finden Sie in unserem Technischen Leitfaden.

 

 

Wie kann ich meine Holzterrasse reinigen?

Einfache Oberflächenreinigungen können Sie mit einer Bürste oder Wasser durchführen. Das können Sie auch regelmäßig machen, um leichte oberflächliche Verschmutzungen zu beseitigen. Bei der Reinigung kommen oft auch Hochdruckreiniger zum Einsatz, dabei ist allerdings Vorsicht geboten! Stellen Sie an einer unauffälligen Stelle sicher, dass Sie nur schwachen Druck eingestellt haben. Schwacher Druck ist ausreichend um den Schmutz von Ihren Terrassendielen zu entfernen. Bei zu starkem Druck zerstören Sie die Oberfläche.

 

Bei stark verschmutzen Terrassen empfiehlt es sich, Oberflächenbehandlungsmittel einzusetzen, die nicht nur die Oberfläche reinigen, sondern auch tief in das Holz eindringen. Gerne beraten Sie unsere Experten um Ihnen das richtige Oberflächenbehandlungsmittel zu empfehlen. 

 

 

Wie kann ich meine Terrasse vor Vergrauung schützen?

Grundsätzlich muss gesagt werden, dass jedes Holz im Außenbereich auf Grund der Bewitterung vergraut und sich anders verhält als Holz im Innenbereich. Holz ist ein lebendiger Werkstoff, der sich im Laufe der Zeit verändert. Dies sollte beim Kauf einer Holzterrasse immer beachtet werden.

 

Es empfiehlt sich daher, die Terrasse mit Pflegeölen einzulassen um sie zu schützen. Dabei ist wichtig, dass Sie das regelmäßig tun, da auf Grund der Bewitterung die Pflegeöle ausgewaschen werden und somit die Terrassendielen wieder aufgefrischt werden müssen. Beachten Sie dabei die Angaben des Herstellers. Unsere Experten beraten Sie gerne bei der Auswahl des richtigen Oberflächenbehandlungsmittels.

 

 

Was versteht man unter thermisch modifizierten Hölzern?

Unter thermisch modifiziertem Holz versteht man die thermische Veränderung des im Rohzuschnitt befindlichen Holzes in einer geschlossenen Kammer (Thermokammer).

 

In einem Heißdampfgemisch bei Temperaturen von 210-220°C und hohen Windgeschwindigkeiten wird das Holz in seiner Zellstruktur so verändert, dass sich die natürlichen Eigenschaften wie Hygroskopie und Resistenz wesentlich verbessern.

 

Dies bedeutet, dass das modifizierte Holz geringer auf Feuchtigkeit reagiert und dadurch formstabil bleibt. Auch die Resistenz gegen Holzschädlinge und Holz zerstörende Pilze wird durch den Abbau von Hemicellulose wesentlich verbessert. Durch diese Behandlung wird die Dauerhaftigkeitsklasse von 1-2 erreicht.

 

Ein zusätzlicher Effekt ist, dass die hellen Holzarten Kiefer und Esche durch die Behandlung dunkler werden, was dem Zeitgeschmack entspricht und eine heimische Alternative zu den von Natur aus dunklen exotischen Hölzern darstellt.

 

Mehr Informationen zur Thermokiefer und Thermoesche